Leben

Liegende Schiffe im Hafen, von leisen Wellen umspielt

Möwen schaukeln im Wasser

Ruhe, Geborgenheit

Motorengeräusch, weiße Kronen sprudeln am Heck. Die Fahrt beginnt.

Leinen werden eingeholt. Das Schiff dreht bei, verlässt tuckernd den Hafen.
Möwen schreien ein letztes Lebewohl.

Meere tosen, sprühende Gicht, springende Wassermassen.
Salz auf der Zunge
Schaukeln, trudeln, strömende Ozeane auf Deck

Mächtige Kräfte- Wellenberge, -täler

Leben, hochgespült, weggespült

Wieder kommt ein ruhiger Hafen, Anker werden geworfen.

Ruhe, Stille. Leise dümpelt das Schiff

Zeiten des Tages
In der Hast des Tages den ruhigen Morgen verlassen, doch öffnet sich am Abend erneut ein Tor der Ruhe.

Geliebte Kindheit, Wogen der Jugend, Stürme des Lebenssommers, Ruhe des Alters.

Der letzte große Hafen in ewiger Ruhe und Frieden

© 2005 Waltraud Leher